Wie ich zur Börse gekommen bin

In diesem Beitrag werde ich mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und berichten wie ich bereits im Alter von 11 oder 12 Jahren meinen ersten Kontakt zur Börse hatte. Dabei sind in meinen Erinnerungen besonders 3 Punkte hängen geblieben:

  • Das Interesse und die Investition in Aktien seitens meiner Mutter
  • Das Börsenspiel der 3satbörse
  • Das Planspiel Börse an unserer Schule

Das Interesse meiner Mutter

Nun aber der Reihe nach. Angefangen hat alles Ende der 90er Jahre als ich das Interesse meiner Mutter zum Thema Aktien bemerkte. Wenn ich mich richtig erinnere besaß sie damals Aktien von VW und VEBA (dem Vorgänger Konzern von E.ON). Etwas später kamen dann auch noch Anteile an der Deutschen Bank und einem mir nicht mehr bekannten Fonds dazu. Aufmerksam auf das Interesse wurde ich jedoch Freitagabends. Dort lief regelmäßig die Sendung 3satbörse, die Ende 2011 eingestellt wurde. Die dort besprochenen Themen reizten mich damals nicht sonderlich, aber zum Ende gab es immer das Börsenspiel.

Das Börsenspiel der 3satbörse

Beim Börsenspiel der 3satbörse traten 3 Fondsmanager oder Investmentbanker gegeneinander an. Diese hatten virtuelle 100.000 DM zur Verfügung, die innerhalb eines halben Jahres durch Investition in Wertpapiere vermehrt werden sollten. Aus irgendwelchen Gründen war ich fasziniert davon, dem Spiel zu folgen und auch regelmäßig die aktuellen Kursentwicklungen im Videotext zu beobachten. Natürlich habe ich auch innerhalb der Familie mein eigenes Börsenspiel begonnen und trat mehr oder weniger erfolgreich gegen meine Eltern an.

Rückblickend betrachtet war dies aus Börsensicht eine sehr interessante Zeit. Ohne es damals zu wissen habe ich das Platzen der Dotcom-Blase quasi live miterlebt. Damals konnte ich dies natürlich noch alles nicht einordnen. Was jedoch hängen geblieben ist war die unfassbare Euphorie, die damals an den Märkten geherrscht hat. Wenn die Teilnehmer des Börsenspiels Freitagabends ihre neuen Werte im Depot vorgestellt haben konnte man sicher sein, dass diese am darauffolgenden Montag in die Höhe schossen. Oft handelte es sich dabei um sehr spekulative Werte aus dem damaligen NEMAX 50 (dem „Neuen Markt“). Die Anleger haben einfach alles gekauft was ihnen vorgesetzt wurde ohne sich genauer mit den Unternehmen zu beschäftigen. Wenn ich auf das erlebte damals zurückblicke und alles mal einordne, kann ich heute noch entsprechende Lehren daraus ziehen. Bei einer großen Euphorie und einem Hype am Markt sollte man immer besonnen agieren. Man darf nicht blind einfach der Menge hinterherlaufen.

Das Planspiel Börse in der Schule

Passend zu meinem bereits vorhandenen Interesse am Börsenspiel, gab es irgendwann um die Jahrtausendwende in der Schule das Angebot zur Teilnahme am Planspiel Börse der örtlichen Sparkasse. Dort konnten Schülergruppen ab 3 Personen ein Team bilden und quasi nach dem gleichen Schema wie beim Börsenspiel der 3satbörse investieren. Schöner Nebeneffekt der ganzen Geschichte war die Befreiung vom Unterricht für 1 oder 2 Veranstaltungen und das mögliche Preisgeld von bis zu 500€ pro Gruppe. Glücklicherweise schaffte es unser Team bei den drei Teilnahmen immer ins Preisgeld. Alles in allem war dies für mich eine sehr Interessante Erfahrung, die mein Taschengeld um ein paar Euro (oder DM) aufbesserte.

Das war nun die Geschichte wie ich Ende der 90er Jahre den ersten Kontakt zur Börse hatte. Beim nächsten Mal werde ich euch von meiner erste Aktie, die ich gekauft habe erzählen.

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Ein Gedanke zu „Wie ich zur Börse gekommen bin“

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