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Bayer

Kurzbeschreibung

Die Bayer AG ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Leverkusen. Der Konzern wurde 1863 von Friederich Bayer und Johann Friedrich Weskott gegründet und produzierte in der Anfangszeit vor allem Farbmittel. Im Laufe der Zeit hat sich das Unternehmen in vielen verschiedenen Bereichen weiter entwickelt. Heutzutage ist der Konzern in die drei Sektoren Crop Science, Pharmaceuticals und Consumer Health unterteilt, die wir uns im nächsten Abschnitt genauer ansehen. Seit Mai 2016 wird das Unternehmen vom CEO Werner Baumann geleitet und beschäftigt etwa 100.000 Mitarbeiter. In seine Amtszeit fällt auch die Übernahme des amerikanischen Saatgutherstellers Monsanto. Der Kaufpreis lag bei rund 60 Mrd. €, was die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens war. Im Jahr 2018 begannen für Bayer die noch heute anhaltenden Probleme, da Monsanto von einem amerikanischen Gericht zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 289 Mio.$ verurteilt wurde. Dabei steht im Raum, dass das Unkrautvernichtungsmittel Roundup krebserregend sei.

Kennzahlen Bayer (Stand 24.01.2022)

WKN: BAY001
Gewinnwachstum 10 Jahre: —
Umsatzwachstum 10 Jahre: 0,9 % p.a.
KGV22e: 12
Dividendenrendite: 3,86 %
Marktkapitalisierung: 51 Mrd. €

Unternehmensübersicht

Geschäftsmodell

Wie in der Einleitung bereits erwähnt besteht Bayer aus drei Geschäftsbereichen, die wir uns nun näher ansehen.

Pharmaceuticals

Der Sektor Pharmaceuticals umfasst verschreibungspflichtige Arzneimittel, die hauptsächlich in den Bereichen der Kardiologie, Frauengesundheit, Onkologie und Hämatologie Anwendung finden. Dabei wird die komplette Wertschöpfungskette von der Erforschung über die Produktion bis zum Vertrieb abgedeckt. Dieser Geschäftsbereich ist schon seit vielen Jahren die „Cash-Cow“ von Bayer. Die höchste operative Marge der drei Bereiche sowie die stetig steigende Umsätze machen einen Großteil der Konzerngewinne aus. Die beiden erfolgreichsten Medikamente sind momentan Xarelto (Gerinnungshemmer) und Eylea (Augenmedikament), die deutlich über eine Milliarde Jahresumsatz erzielen.

Consumer Health

Thematisch ähnlich gelagert ist der Consumer Health Bereich, der sich auf rezeptfreie Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert hat. Das Produktportfolio umfasst die Kategorien Schmerzmittel, Dermatologie, Allergien, Erkältungen und Magen-Darm-Erkrankungen. Diese Sparte hat jedoch eine deutlich geringere Marge und macht auch nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Dennoch ist dieser Sektor wichtig für die Marke Bayer, da die meisten Kunden über rezeptfreie Produkte in Kontakt mit den Produkten des Unternehmens kommen. Das wohl bekannteste Produkt was jeder kennt ist Aspirin.

Crop Science

Der Bereich Crop Science umfasst die Produktion und den Vertrieb von Saatgut sowie Ernte- und Pflanzenschutzmittel. Dieser Sektor befindet durch die Übernahme von Monsanto noch im Umbruch. Dennoch macht er bereits den größten Teil am Umsatz des Unternehmens aus. In den letzten Jahren wurde wegen Rückstellungen im Zuge der Glyphosat-Prozesse teilweise milliardenschwere Verluste eingefahren. Ohne diese Sondereffekte ist der Geschäftsbereich ebenfalls sehr profitabel. Vieles hängt zukünftig davon ab, ob sich die Monsanto Übernahme langfristig auszahlen wird. Dazu aber später noch mehr bei der Betrachtung der Chancen und Risiken.

Umsatz- und Gewinnentwicklung

Bevor wir einen Blick auf den gesamten Bayer Konzern werfen, schauen wir uns die Zahlen der drei Geschäftsbereiche an. Dabei steht die Entwicklung in den ersten 9 Monaten aus den Jahren 2020 und 2021 gegenüber.

UnternehmensbereichUmsatz 2021 9MAnteil
Crop Science15,52 Mrd.€47,3 %
Pharmaceuticals13,40 Mrd.€40,9 %
Consumer Health3,88 Mrd.€11,8 %
Umsatzanteil nach unternehmensbereich

Pharmaceuticals

Im Vergleich zum Vorjahr hat schneidet der Sektor Pharmaceuticals etwas besser ab. Der Umsatz konnte um 4,% gesteigert werden und währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) sogar um 7,3%. Beim EBIT konnte man ebenfalls einen ordentlichen Zuwachs von 2,1 auf 3,5 Mrd.€ verzeichnen. Dieser war jedoch im Vorjahr durch Sondereffekte aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten bezogen auf das Medikament Essure beeinflusst. Ohne diese Sondereinflüsse sank der EBIT minimal wegen erhöhter Marketingkosten bei den Produkteinführungen der Präparate Kerendia und Nubeq. Insgesamt zeigen die Zahlen der ersten drei Quartale wie stark das Geschäft in diesem Bereich läuft.

Quelle: Bayer Q3 2021 Bericht

Consumer Health

Im Sektor Consumer Health lief im bisherigen Jahresverlauf relativ gut. Der Umsatz konnten insbesondere in Asien und Lateinamerika deutlich Zugewinne verzeichnet werden. Insgesamt nahm der Umsatz bereinigt um 5,9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Wegen Sondereinflüssen war der EBIT minimal rückläufig. Hier kam es zu einem Einmaleffekt aus zwei Medikamentenrückrufen (Lotrimi- und TinactinSpray-Produkte).

Quelle: Bayer Q3 2021 Bericht

Crop Science

Die erfreulichste Entwicklung legte im Jahr 2021 bislang der Crop Science Sektor hin. Auch hier legten die Umsätze besonders in Asien und Lateinamerika zweistellig zu, so dass insgesamt ein nominales Plus von 5,8% erzielt werden konnte. Währungsbereinigt waren es sogar 11,8%. Das EBIT wird weiterhin durch die Sondereinflüsse aus den Glyphosat-Prozessen negativ beeinflusst. Ohne Sondereinflüsse konnte das EBIT im Vergleich zum Vorjahr um 28,2% gesteigert werden. Diese positive Entwicklung ist auf Mengen- und Preissteigerungen zurückzuführen, wobei den größten Anteil Maissaatgut und Herbizide ausgemacht haben.

Quelle: Bayer Q3 2021 Bericht

Langfristige Entwicklung

Auf lange Sicht zeichnet sich Bayer durch ein sehr stabiles Geschäftsmodell aus. Die operative Marge liegt schon seit Jahren im Bereich von 14-18% und soll sich zukünftig minimal erhöhen. Einen großen Ausreißer gab es im Jahr 2020 durch die hohen Verluste aufgrund der notwendigen Glyphosat-Rückstellungen. Aber hier ist man bereits wieder auf ein normales Niveau zurückgekehrt. Ähnlich stetig sieht es bei der Umsatzentwicklung aus, die auch seit Jahren kontinuierlich wächst. Der starke Rückgang im Jahr 2017 ist auf die Ausgliederung von Covestro zurückzuführen. Covestro ist mittlerweile eigenständig an der Börse gelistet und ist DAX Mitglied.

Quelle: aktienfinder.net

Weniger stetig sieht es bei der Entwicklung des Gewinns und des Free-Cashflows aus. Seit der endgültig genehmigten Monsanto-Übernahme im Jahr 2018 ging es hier immer weiter abwärts. Höhepunkt waren die milliardenschweren Rückstellungen im Geschäftsjahr 2020. Erwartet wird hier ab diesem Jahr wieder ein deutlich freundlicheres Bild. Dadurch kann auch die Dividende wieder als etwas sicherer angesehen werden. Die Ausschüttungsquote lag in der Regel bei etwa 50%. Hier sind zwar keine großen Sprünge zu erwarten, aber eine Dividendenrendite von mehr als 3,5% kann sich schon sehen lassen.

Quelle: aktienfinder.net

Finanzen

Die finanzielle Lage von Bayer sieht nicht sonderlich gut aus. Durch die Übernahmen von Monsanto sind die zinstragenden Schulden auf 41,7 Mrd.€ angewachsen. Auch der Goodwill hat sich auf 39,4 Mrd.€ erhöht. Diese beiden Positionen alleine sehen schon sehr bedenklich aus. Mittlerweile ist die Marktkapitalisierung von Bayer geringer als die damals gezahlten 60 Mrd.€ für die Monsanto Übernahme.

Die verbleibenden Cashreserven belaufen sich auf 4,3 Mrd.€. Dazu kommt, dass die Glyphosat-Prozesse und die damit verbundenen Rückstellungen das Ergebnis von Bayer belastet haben. Dadurch sank auch die Tilgungskraft in den negativen Bereich. Dies wird sich in den kommenden Jahren wahrscheinlich wieder ändern, so dass die Bilanz etwas verbessert werden kann. Aufgrund des weiterhin unklaren Ausgangs der Prozesse stehen die Finanzen von Bayer eher auf wackeligen Beinen. Die schlechte Bilanz ist insgesamt auf jeden Fall als Risiko zu sehen.

Quelle: aktienfinder.net

Investmentgedanken / Chancen

Steigende Nachfrage Nahrungsmittel

Durch die steigende Weltbevölkerung wird zukünftig der Bedarf an Nahrungsmitteln zunehmen. Um diese Nachfrage decken zu können, benötigt man entweder mehr Ackerflächen oder die vorhandenen Flächen müssen effizienter genutzt werden. Zusätzlich bedroht der Klimawandel an vielen Orten die bestehenden Anbauflächen. Im Bereich Crop Science ist Bayer hier bestens für dieses Zukunftsszenario aufgestellt. Einerseits verkauft man im besser werdendes Saatgut und auch Herbizide und Pestizide. Man bietet den Bauern sozusagen ein Komplettpaket an was für den erfolgreichen Anbau benötigt wird. Zusätzlich entwickelt man digitale Lösungen um durch Sensoren oder Drohnenaufnahmen mögliche Probleme durch Schädlinge oder Trockenheit früher zu erkennen. Dadurch kann die Effektivität beim Nahrungsmittelanbau nachhaltig gesteigert werden.

Monsanto Übernahme

Bislang war die Monsanto Übernahme ein reines Fiasko. Durch die Prozesse und der damit verbunden Kosten ging es für die Bayer Aktie immer weiter abwärts. Blickt man jedoch nochmal zurück auf die eigentliche Idee der Übernahme, so kommen auch einige Chancen für die Zukunft ans Licht. Durch die Übernahme wurde Bayer zum größten Agrochemie-Konzern der Welt und wird zukünftig eine wichtige Rolle in diesem Sektor spielen. Mit Ausnahme vom Coronajahr 2020 ging es bei der Umsatzentwicklung im Bereich Crop Science deutlich nach oben. Wie schon zuvor erwähnt wird gehe ich davon aus, dass dieser Trend sich fortsetzen wird. Sobald die Rechtsstreitigkeiten eine Ende gefunden haben und das operative Geschäft in den Vordergrund rückt, sehe ich einiges an Potenzial für Bayer. Im Fokus stehen aktuell in der Regel nur die negativen Meldungen rund um die Prozesse in den USA und die positiven Aussichten kommen etwas zu kurz.

Umsatzentwicklung Crop Science
Quelle: aktienfinder.net

Neue Medikamente

Auch im Bereich Pharmaceuticals und Consumer Health sind die Aussichten als positiv zu bewerten. Die Lebenserwartung nimmt weltweit immer weiter zu, so dass die Nachfrage für Arzneimittel und Medikamente zunehmen wird. Besonders bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten ist es wichtig über einen starken Forschungs- und Entwicklungsbereich zu verfügen. Hier schafft Bayer es seit Jahren neue Blockbuster Medikamente an den Markt zu bringen, die hohe Gewinne und einen langfristigen Cashflow sichern. Aktuell befinden sich zwei neue Präparate in der klinischen Phase-III-Studie. Dabei handelt es sich um Elinzanetant (Behandlung von vasomotorischer Symptome in den Wechseljahren) und Finerenon (Behandlung von Nierenerkrankungen). Die Pharmaindustrie birgt zwar gewisse Risiken, falls neue Medikamente in den Studien durchfallen, aber langfristig traue ich Bayer weiterhin zu hier erfolgreich zu sein.

Risiken

Prozesse in den USA

An vielen Stellen ist es bereits zur Sprache gekommen und die Medien berichten ebenfalls ausführlich darüber. Gemeint sind natürlich die laufenden Gerichtsverfahren in den USA. Diese stellen momentan das größte Risiko für den Bayer Konzern dar. Konkret geht es dabei darum, ob das Unkrautbekämpfungsmittel Roundup und der darin verwendete Wirkstoff Glyphosat krebserregend ist oder nicht. Roundup ist eine Entwicklung von Monsanto, die schon seit 1974 auf dem Markt erhältlich ist. Problematisch für Bayer wurde das Ganze, als ein Gericht 2018 einer Schadensersatzklage stattgegeben hat und Bayer zur Zahlung von 289 Mio.$ verurteilte. Daraufhin gab es weitere Klagen, die mittlerweile größtenteils zusammengefasst worden sind.

Bayer bestreitet zwar, dass bei korrekter Anwendung von Roundup eine Gefahr für die Gesundheit besteht, aber dennoch wollte man sich mit den Klägern auf einen Vergleich einigen. Dies ist mittlerweile in 96.000 von 125.000 fällen auch gelungen. Lediglich der Umgang mit zukünftigen Klagen konnte noch nicht abschließen geklärt werden. Hier wartet man auf eine Entscheidung des Supreme Courts in der Hoffnung die Rechtsstreitigkeiten endgültig beizulegen. Nähere Informationen zum weiteren Vorgehen hat Bayer auf seiner Homepage veröffentlicht. Im schlechtesten Fall geht man davon aus die zuletzt zurückgestellten 3,8 Mrd.€ für die weiteren Vergleiche aufwenden zu müssen.

Negatives Image

Bei Bayer besteht nun schon länger das Problem, dass es zu einer eher negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit kommt. Beispielsweise steht man bis heute durch die Übernahme von Monsanto in einem negativen Licht aufgrund der laufenden Glyphosat-Prozesse. Außerdem kommt die Verwendung von genmanipulierten Saatgut und Pflanzenschutzmitteln schlecht bei der Bevölkerung an. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Haltung zukünftig ändert, da diese Produkte langfristig zur Nahrungsmittelproduktion notwendig sind. Außerdem kam es in der Vergangenheit zu einigen Fällen, in denen es Probleme mit Medikamenten gab. Dies war sowohl für den eigenen Geldbeutel als auch für das Ansehen äußerst schädlich. Insgesamt war die öffentliche Wahrnehmung von Bayer nie die beste, obwohl die Produkte eigentlich dazu da sind um den Menschen zu helfen.

CEO

Auch die Reputation des CEOs Werner Baumann hat in den letzten Jahren gelitten. Seit seinem Amtsantritt im Mai 2016 lief es für den Bayer Konzern wenig rund. Die Monsanto Übernahme und die anschließenden Prozesse haben ein riesiges Loch in die Konzernkasse gerissen. Dies führte auch dazu, dass auf der Hauptversammlung 2019 mit 55,5% der Stimmen dem Vorstand die Entlastung verweigert wurde. So etwas hat es zuvor bei keinem anderen DAX Konzern gegeben. Für Bayer bleibt es zu hoffen, dass es dem CEO gelingt die Kurve zu bekommen. Einige Kritiker sägen schon länger an Baumanns Stuhl und hinterfragen ob er der richtige Mann für diesen Posten ist.

Aktuelle Bewertung Bayer (Stand 14.05.2022)

Fundamentale Bewertung

Die Prozesse in den USA belasten die Bayer Aktie schon seit einigen Jahren. Durch die erhöhten finanziellen Risiken ist ein Bewertungsabschlag durchaus gerechtfertigt. Aufgrund der hohen Rückstellungen sollte das finanzielle Risiko mittlerweile komplett eingepreist sein. Trotz des hohen Risikos scheint die Bayer Aktie weiterhin unterbewertet zu sein. Der durchschnittliche bereinigte KGV der letzten Jahre lag bei etwa 12 und steht aktuell bei etwa 8. Demnach läge der faire Wert nach bereinigtem KGV Ende 2022 bei etwa 90€, was einem Kurspotential von rund 50% entspräche. Als Investor stellt sich natürlich die Frage, ob dieser Bewertungsabschlag aufgrund der Risiken gerechtfertigt ist oder zu hoch ausfällt.

Entwicklung des fairen Wertes nach bereinigtem KGV bei der Bayer Aktie
Fairer Wert Bayer nach bereinigtem KGV
Quelle: aktienfinder.net

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Technische Analyse Bayer

Aus technischer Sicht hat sich die Lage bei der Bayer Aktie etwas aufgehellt. In einem seit 2015 anhaltenden langfristigen Abwärtstrend könnte langsam ein Boden gefunden worden sein. Seit Beginn des Jahres kam es zu einer starken Kursrallye, die erst Mitte April an der starken Widerstandszone im Bereich von 68-72€ ein Ende fand. Mittelfristig wäre es wichtig die seit 2019 aktive Range nach oben zu verlassen. In diesem Bereich hat sich eine Menge Volumen angesammelt, die den Ausbruch über die Widerstandszone erschweren wird.

Technische Analyse von Bayer im Wochenchart.
Wochenchart Bayer

Im Tageschart sieht die Bayer Aktie momentan tendenziell gut aus. Nach der starken Aufwärtsbewegung bis zur Widerstandzone bei 68€ war eine Korrektur überfällig. Diese endete an der Unterstützung bei rund 55€ kurz unterhalb des 61,8 Retracements. Der lange Docht nach unten im Tagesverlauf gepaart mit der starken Kerze danach ist als sehr bullisches Signal zu werten. Bleiben die Bullen weiter am Ruder sollte das Hoch bei 68€ das erste Ziel sein. Für mittelfristig steigende Kurse muss danach jedoch die starke Widerstandszone überwunden werden. Wichtig wäre es nicht mehr unter die 55€ zurückzufallen. In diesem Szenario wäre mit weiter sinkenden Kursen zu rechnen.

Technische Analyse der Bayer Aktie im Tageschart
Tageschart Bayer

Fazit

Die Bayer Aktie bleibt so lange die Prozesse in den USA laufen ein riskantes Investment. Dementsprechend günstig ist die Aktie wegen dem erhöhten Risiko bewertet. Aus technischer Sicht sieht die Aktie trotz der schlechten News am Anfang der Woche eher bullisch aus, so dass sich sogar eine kurzfristige Tradingchance ergeben könnte. Langfristige Anleger sollten die Zone um die 70€ im Blick behalten. Diese sollte überwunden werden, um dem langfristigen Abwärtstrend ein Ende zu setzen. Ich persönlich bin seit etwa anderthalb Jahren in die Bayer Aktie investiert, da ich in den langfristigen Chancen größeres Potential sehe als in den Risiken durch die Prozesse in den USA.

Quellen

aktienfinder.net

marketscreener.com

TradingView

Wikipedia

Bayer Investor Relations