Das Börsenjahr 2025 war geprägt von hoher Volatilität. Insbesondere die Monate März, April und Mai brachten viel Bewegung in die Märkte. Hauptgrund dafür war die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump: Die Ankündigung teils sehr hoher Strafzölle schickte die weltweiten Aktienmärkte deutlich nach unten. In den darauffolgenden Wochen konnten sich die Märkte jedoch schnell wieder erholen. Ein weiterer positiver Faktor für die Aktienentwicklung waren die sinkenden Zinsen in den USA und der Eurozone. Am Ende des Jahres 2025 stand in meinem Depot ein Plus von 4,91%.
Schwacher Dollar als Renditekiller
Mein erster Gedanke war, dass nach diesem Börsenjahr eigentlich mehr als 4,91 % Rendite in den Büchern hätte stehen sollen. Ein Blick auf die Entwicklung der relevanten Indizes scheint dies zu bestätigen:
- DAX: +24%
- MDAX: +20%
- S&P 500: 17%
- Nasdaq 100: 20%
- STOXX 600: 16%
Als Benchmark ziehe ich jedoch immer den MSCI World ETF heran – und dort ergibt sich ein anderes Bild: Dieser konnte ebenfalls lediglich um rund 7 % zulegen. Die Erklärung dafür ist simpel und liegt in der Schwäche des US-Dollars im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Dollar konnte der Euro 13,4 % an Wert gewinnen, sodass die gute Performance der US-Aktien für Anleger im Euroraum deutlich geringer ausfiel.

Da rund 60 % meiner Wertpapiere in den USA notieren, hat der schwache Dollar meine Gesamtrendite spürbar verhagelt. Dennoch hätte ich gerne in etwa die Rendite des MSCI World (in Euro) erreicht. Dass ich rund 2 % schwächer abgeschnitten habe, ist jedoch akzeptabel, da ein Großteil der Marktperformance aus dem Kontext der Künstlichen Intelligenz entsprang. Der breite Markt wurde hauptsächlich von den großen Tech-Giganten getragen. In meinem Depot spiegelt sich das wider: Nur 25 meiner 60 Einzelaktien konnten das Jahr 2025 mit einem Kursplus beenden. Dennoch schloss mein Depot das Jahr insgesamt positiv ab.
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Gewinner im Depot in 2025
Auf der Gewinnerseite konnten einige Titel kräftige Zuwächse verzeichnen. Das größte Plus stand am Ende bei Heidelberg Materials mit +86 %. Hier sorgten sowohl das Sondervermögen in Deutschland als auch die Aussicht auf Frieden und einen damit verbundenen Wiederaufbau in der Ukraine für Kursgewinne. Dahinter folgten mit Medpace (+79 %) und Cloudflare (+61 %) zwei US-Werte. Anfang 2025 hatte ich bereits auf die Chancen bei deutschen Nebenwerten hingewiesen, die dem Leitindex hinterherhinkten. Mit 2G Energy und secunet konnten zwei dieser Nebenwerte das Jahr ebenfalls mit deutlichen Gewinnen abschließen.
| Heidelberg Materials | + 86 % |
| Medpace | + 79 % |
| Cloudflare | + 61 % |
| secunet | + 58 % |
| 2G Energy | + 46 % |
Verlierer im Depot in 2025
Leider gab es auch Verlierer. Nachdem Novo Nordisk jahrelang zu den Top-Performern gehörte, ging es 2025 um 43 % abwärts. Die schwierige Marktsituation in den USA bezüglich der „Abnehmspritzen“ setzte der Aktie zu. Zudem verloren die US-Dauerläufer UnitedHealth (-40 %) und Brown & Brown (-28 %). Während UnitedHealth mit gestiegenen medizinischen Behandlungskosten kämpfte, litt Brown & Brown unter sinkenden Margen und hohen Integrationskosten für Akquisitionen. Auch Universal Display und Fortinet gerieten unter Druck.
| Novo Nordisk | – 43 % |
| UnitedHealth | – 40 % |
| Brown & Brown | – 28 % |
| Universal Display | – 27 % |
| Fortinet | – 25 % |
Übersicht Depot Ende 2025


Krypto Portfolio
Für Kryptowährungen war das vergangene Jahr äußerst schwierig. Zwar markierten Bitcoin und Ethereum im Jahresverlauf jeweils neue Allzeithochs, doch gegen Ende des Jahres ging es steil bergab. Auf Jahressicht verlor der Bitcoin rund 16 %, Ethereum rund 21 %. Bei den Altcoins sah es noch schlechter aus: Diese konnten größtenteils keine neuen Rekordstände erreichen und fielen im Bärenmarkt zum Jahresende besonders stark. Insgesamt war ich für Krypto im Jahr 2025 deutlich optimistischer. Langfristig gehe ich jedoch weiterhin davon aus, dass die Nachfrage nach Bitcoin auf ein knapperes Angebot treffen wird. Daher halte ich an meinem Portfolio fest und erwäge bei entsprechenden Bodenbildungen sogar einen Zukauf.

Ausblick 2026
Die ersten Tage im Börsenjahr 2026 verliefen positiv – statistisch gesehen ein gutes Omen. Ich erwarte jedoch erneut ein volatiles Jahr, da geopolitische Konflikte die Märkte kurzfristig belasten könnten. Zudem bleibt die Frage, wie sich das Thema KI weiterentwickelt. Die massiven Investitionen der Unternehmen in die Infrastruktur müssen sich mittelfristig amortisieren. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass der Hype ungebremst weitergeht. Die Bewertungen sind teilweise so hoch, dass auch die Fallhöhe gestiegen ist.
Während viele Anleger den aktuellen Hypes hinterherlaufen, setze ich 2026 auf Branchen mit Aufholpotenzial: Pharma, Immobilien und Basiskonsumgüter. Hier habe ich mich bereits positioniert, unter anderem durch den Einstieg bei PepsiCo, einen Nachkauf bei Merck und die Wiederaufnahme des Sparplans auf Novo Nordisk. Zudem plane ich Zukäufe im Immobiliensektor bei Public Storage oder American Tower. Insgesamt bin ich mit der Aufstellung meines Depots zufrieden und werde nur noch punktuelle Anpassungen vornehmen.

